FAQ – Fragen und Antworten 2018-08-04T12:22:03+00:00

FAQ – Fragen und Antworten

Hier finden Sie eine Sammlung von immer wiederkehrenden Fragen mit den dazugehörigen Antworten.

Allgemeines

Der „Musher“ ist die Bezeichnung für den Hundeführer im Zughundesport.

In den offiziellen Verbandsorganen werden Ausschreibungen, Informationen, Nachrichten und Berichte veröffentlicht. Hierzu gehört zum Beispiel die Homepage des VDSV.

Die Gebührenordnung des VDSV regelt in ihrer jeweils aktuellen Fassung die Gebühren und Beiträge, welche von den VDSV-Vereinen an den Verband gezahlt werden müssen.

Norwegerpunkte sind eine Auswertungsmethode zur besseren Vergleichbarkeit von Leistungen im indirekten Vergleich innerhalb der Rennklassen. Der VDSV stellt ein nationales Ranking bereit und zieht die erreichten Norwegerpunkte falls nötig als Basis zur Qualifikation zu nationalen und internationalen Meisterschaften heran.

Die Neckline verbindet die zwei vordersten Hunde zu ihrer Sicherheit miteinander. Sie ist Pflicht in den Zweihundeklassen (Scooter, D)

Teilnahme an Wettkämpfen

Ja! Es muss der vom Veranstalter vorgegebene Trail absolviert werden. Wenn man vom Trail abkommt, muss der Trail an der Stelle wieder betreten werden, an dem man ihn verlassen hat.

Beim Überholen muss der von hinten herannahende Musher auf sich aufmerksam machen. Mit den Begriffen „Trail“ und/oder „Trail Stopp“ fordert er freies Passieren des Vorderteams.

Wichtig: Der Ausruf „Trail Stopp“ darf nur bei den Gespannklassen (ab 4 Hunde) verwendet werden. Dabei muss das vordere Team stehen bleiben, bis der Überholende vorbei gefahren ist. Es ist mindestens eine Gespannlänge Abstand zum Vordermann zu halten, bevor der Überholte wieder startet.

Zurücküberholen darf man in den Gespannklassen erst nach Ablauf von vier Minuten bzw. 1.600 Metern, bei den Klassen ab zwei Hunden nach zwei Minuten oder 800 Metern, es sei denn das zuvor überholende Team muss z.B. zum Lösen oder aus anderen Gründen anhalten. Sind sich beide Teams einig, kann auch eher zurück überholt werden.

Die Überholregel ist bei Off-Snow-Rennen auf den letzten 800 Metern aufgehoben, beim Canicross auf den letzten 150 Metern, d.h. in dieser Zone darf jederzeit überholt werden.

Jeder Starter ist für die Einhaltung seiner Startzeit auf Rennen selbst verantwortlich. Wer mehr als die Hälfte des Start-Intervalls zum nachfolgenden Starter zu spät kommt, bekommt vom Rennleiter eine neue Startzeit am Ende des Feldes zugewiesen. Es wird eine Strafzeit von 3x dem Startintervall hinzugefügt.

Verliert ein Musher einen oder mehrere Hunde, wird die Zeit erst gestoppt, wenn das komplette Team die Ziellinie überschritten hat. In einem solchen Fall muss vom Sportler alles daran gesetzt werden, dass die Situation wieder unter Kontrolle gebracht werden kann. Auch andere Sportler müssen dem betroffenen Musher helfen, insofern dies in ihren Möglichkeiten liegt.

Insofern ein Sportler aktiv an nationalen VDSV-Rennen teilnehmen möchte, muss seine Musher-ID für die aktuelle Saison (vom 15.9. des Jahres bis zum 14.9. des Folgejahres) freigeschaltet werden. Die Freischaltung geschieht über den Verein des Sportlers, wobei die Kosten anhand der VDSV Gebührenordnung entweder der Sportler oder der Verein trägt. Dies ist von Verein zu Verein unterschiedlich.

Für die Teilnahme an internationalen Meisterschaften der IFSS benötigt der Starter eine internationale Driver-ID, welche ebenfalls beim VDSV beantragt wird. Die Gebühren regelt die aktuelle Gebührenordnung. Der Verband meldet den Musher an die IFSS, dort erfolgt die internationale Freischaltung. Eine DID kann nur erhalten, wer auch eine aktuell freigeschaltete nationale Musher-ID besitzt.

Bei VDSV-Rennen sind in der Regel auch Gäste zugelassen, wobei für diese in reinen Gäste-Klassen (insofern vorhanden) keine zusätzlichen Gebühren anfallen. Möchte der Gast jedoch in der regulären Wertung und/oder innerhalb der regulären Klassen mitfahren, muss an den Veranstalter neben dem regulären Startgeld eine Extragebühr in Höhe von 25,00 EUR (ab 2018 EUR nur noch 10,00 EUR) entrichtet werden. Der Veranstalter führt diese Extragebühr an den Verband ab. Wird der Gaststarter nach dem Rennen Mitglied in einem Verein, erstattet der Verband auf Antrag dem Neumitglied die Gastgebühren.

Die Musherbesprechung findet vor dem ersten Start der Veranstaltung statt. Dort werden Informationen zum Trail, zu den Rennregeln und allen anderen wichtigen Punkten bezüglich der Veranstaltung mitgeteilt. Für Anfänger und Gäste ist es grundsätzlich wünschenswert, wenn die wichtigsten Rennregeln noch einmal zu erörtern.

Der Stake-out bezeichnet den Platz bzw. Bereich, auf dem die Teams während einer Veranstaltung oder während eines Trainings ihre Lager aufschlagen. Hunde am Stake-out dürfen niemals alleine gelassen werden und müssen immer beaufsichtig werden.

Bei Off-Snow-Rennen müssen Hunde mindestens 12 Monate für Gespanne (ab vier Hunde) sowie CaniX-Run sein. Beim CaniX-Scooter und -Bike sowie kleineren Gespannen müssen die eingesetzten Hunde mindestens 18 Monate alt sein.

Bei Schneerennen gilt grundsätzlich ein Mindestalter von 12 Monaten. Bei Distance-Rennen, Skijöring und der offenen Klasse liegt das Mindestalter bei 18 Monate.

Kranke Hunde dürfen nicht auf das Stake-out. Werden Hunde während einer Veranstaltung krank, muss der Musher mit seinem Team das Stake-out umgehend verlassen. Kranke Hunde dürfen zudem nicht im Rennen eingesetzt werden.

Ja, eine Versicherung ist zwingend notwendig und sollte an die jeweiligen Bedürfnisse des Zughundesportes angepasst werden. Bei der Teilnahme an Zughundeveranstaltungen muss eine gültige Haftpflichtversicherung nachgewiesen werden. Hier ist jeder Sportler für sich und sein Team selber verantwortlich.

Es gelten die nationalen Impfregeln. Bei der Teilnahme an Zughundeveranstaltungen muss der notwendige Impfschutz bei allen mitgeführten Hunden, egal ob sie starten oder nicht, nachgewiesen werden.

Aktuelle Impfempfehlungen nach StiKo Vet 1

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Natürlich ist Doping nicht erlaubt – weder beim Hund noch beim Sportler (Musher). Der Sportler ist für die Einhaltung der Antidoping-Richtlinien für sich und sein Team selbst zuständig und muss sich stets an die aktuellen Vorschriften halten. (Beispielliste der NADA über erlaubte Medikamente)

Klassen im VDSV

Beim CaniX-Run (Canicross) wird der Hund mit einer 2-3 m langen Leine mit eingebautem Ruckdämpfer mit dem Sportler an einem mindestens 7 cm breiten Bauchgurt befestigt. Es ist strikt verboten vor dem Hund zu laufen, ihn zu ziehen oder ihn auf irgendeine Art und Weise gegen seinen Willen anzutreiben. Im Idealfall über der Hund einen gleichmäßigen Zug auf den Sportler aus, wodurch Mensch und Hund Geschwindigkeiten von über 20 km/h erreichen können.

Beim CaniX-Scooter (Scooter) wird der Hund ist mit einer 2,5 – 3m langen Leine mit eingebautem Ruckdämpfer am Scooter befestigt, wobei sich an diesem Ende der Leine kein Metall (z.B. Karabiner) befinden darf. In dieser Zughundesportart besteht strikte Helmpflicht, zudem sind Handschuhe und eine Schutzbrille empfohlen. Reifen und Schuhe mit Spikes sind verboten. Es ist nicht gestatten vor dem Hund zu fahren, ihn zu ziehen oder auf irgendeine andere Art und Weise gegen seinen Willen zum Laufen zu zwingen.

Beim CaniX-Bike (Bikejöring) wird der Hund ist mit einer 2,5 – 3m langen Leine mit eingebautem Ruckdämpfer am Fahrrad befestigt, wobei sich an diesem Ende der Leine kein Metall (z.B. Karabiner) befinden darf. In dieser Zughundesportart besteht strikte Helmpflicht, zudem sind Handschuhe und eine Schutzbrille empfohlen. Reifen und Schuhe mit Spikes sind verboten. Es ist nicht gestatten vor dem Hund zu fahren, ihn zu ziehen oder auf irgendeine andere Art und Weise gegen seinen Willen zum Laufen zu zwingen.

Die Zwei- und Vierhundeklasse kann mit Trikes (Dreirädern) gefahren werden. Ab der 6-Hunde-Klasse ist jedoch die Nutzung von Wagen mit vier Rädern empfohlen. Zudem muss jeder Wagen funktionsfähige Bremsen an den Hinterrädern und eine Feststellbremse haben. Bremsen an den Vorderrädern sind empfohlen. Reifen mit Spikes sind grundsätzlich nicht gestattet. Das empfohlene Mindestgewicht für Wagen liegt bis vier Hunde bei 25 kg, bei sechs Hunden bei 35 kg und bei acht Hunden bei 45 kg. In der offenen Klasse ist ein Beifahrer mitzuführen.

Kinder und Jugend

Bei nationalen Wettkämpfen des VDSV können Kinder bereits ab 10 Jahren als Läufer (CaniX-Run) starten. Für Scooter und Bike muss der Starter mindestens 14 Jahre alt sein. International hängt dies vom Dachverband ab. Bei der ECF liegt das Einstiegsalter derzeit bei 7 Jahren, beim IFSS liegt dieses bei 14 Jahren.

Grundsätzlich sind alle Kinder und Jugendlichen (bis zum vollendeten 18. Lebensjahr) beitragsbefreit, sie zahlen auch keine Gebühren für die Musherlizenz. Damit möchte der VDSV die Jugendarbeit fördern.

Nein, die Teilnahme an VDSV Wettkämpfen ist für Kinder und Jugendliche (bis zum vollendeten 18. Lebensjahr) kostenfrei.

Veranstalten von Wettkämpfen

Je nach Wahl müssen die Rennregeln der IFSS, der WSA bzw. der ECF in ihrer jeweils gültigen Fassung als Grundlage für den Wettkampf ausgeschrieben werden. Zudem kann der Veranstalter weitere Auflagen hinzufügen, sofern es nötig ist. Er muss in der Ausschreibung auf Ergänzungen zu den Rennregeln hinweisen.

Ja, auf jedem Rennen muss es einen verantwortlichen Rennrichter geben. Dieser benötigt eine abgeschlossene Rennrichterausbildung des VDSV. Der Rennrichter muss zudem bereits auf der Ausschreibung des VDSV-Rennens bekannt gegeben werden.

Nach dem Rennen müssen die Ergebnisse, das Tierschutzprotokoll sowie das Rennrichterprotokoll binnen fünf Tagen als Excel-Liste mit berechneten Norwegerpunkten an den VDSV (Direktor Sport) gesendet werden.

Die Markierungen sollten mindestens 25 cm groß und einseitig farbig sein. Sie sollen mit einem Meter Abstand zum Trail und in einer Höhe von ca. 60 – 120 cm angebracht werden. Sie müssen so früh wie möglich sichtbar sein.

Rundes, rotes Schild: ca. 20 m vor der nächsten Abbiegung, auf der Seite, zu der abgebogen werden muss
Blaues Schild: ca. 20m nach jedem möglichen Abzweig
Gelbes Schild: vor Gefahrenstellen, müssen bei der Musherbesprechung genannt und erklärt werden