Berichte vom Jugendtrainingslager 2019 in Norwegen

Auch diese Jahr hat der VDSV wieder 4 Jugendliche beim internationalen Trainingscamp in Norwegen gehabt.

Hier ihre Berichte:

Norwegen 2019: geschrieben von Melina Georgi
Sommerhundekjørerskolen: geschrieben von Jan Vorwald
Die Fotos 1-4 sind von Bjørk Margrete Ellingsbø

Sommercamp in Norwegen

Das Camp fand am 23. – 30.06.2019 statt. In den ersten Stunden haben wir Zeit gehabt unsere Zimmer
einzurichten, danach haben wir uns versammelt, um uns alle kennenzulernen.
Wir hatten jeden Morgen um 7:00 Uhr Training (außer ein paar Ausnahmen). Wir wurden in sogenannten Trainingsgruppen eingeteilt, wo wir in den verscheidenden Abteilungen Canicross-, Dogscooter-, Bikejöring- und Wagen- Training trainieren durften.

Das Wagen Training
Beim Wagen-Training brachte jeder seinen Hund mit einen Halsband, Zuggeschirr und einer normalen Leine mit. Jeder konnte, wenn er wollte seinen Hund an der passenden Stelle einspannen. Wer wollte konnte den Wagen fahren oder als Doghändler vorne auf den Sitz sitzen. Die Kinder, die nicht auf den Wagen waren, fuhren auf einen Anhänger mit, der von einen Auto gezogen wurde. Es wurde zwischendurch Pausen eingelegt, wo wir den Musher und den Doghändler gewechselt haben. Die Strecke war ca. 5,00 km lang, ca. in der Mitte haben wir eine kleine Trinkpause gemacht.

Das Bikejöring und Scootern
Jeder brachte einen Scooter oder ein Fahrrad, seinen Hund im Geschirr und Halsband mit. Wir sind hier nur kurze Distanzen gefahren und haben dann besprochen was man besser machen kann.

Das Canicrossen
Zuerst haben wir uns ohne Hund warm gemacht. Danach haben wir unsere Hunde geholt und sind mit denen ein paar Meter gegangen, um die Muskulatur warm zu machen. Danach haben wir zuerst in Zweier Gruppen: einen Start gemacht und wir sind ca. 1,00 km gelaufen danach sind wir in Dreiergruppen
gestartet. Am Ende haben wir einen Massenstart gemacht.

Das Camp
Das Camp war eine Art von einen Dauercampingplatz, wo man in einen sehr schon eingerichteten Haus,
mit Küche und allen drum und dran leben durfte.

Spiele und andere Aktivitäten
Wir haben in zwei Nächten sogenannte „Night games“ gespielt. Wir haben auch eine Schnitzeljagd mit
Fragen, wo die Antwort bereits in den Besprechungen gesagt wurden. Wir sind auch den Berg namens
„Skeisvegen“ hochgelaufen.

Besuch von Tessa Phillippaerts
Tessa kam auch für die letzten drei Tage ins Camp. Sie gab uns ein Workshop über ihre Tricks und Tipps von der Trainingsphase in die Wettkampfphase mit der Wässerung und vieles weitere. Sie gab uns auch ein sehr effektives Training in Canicross.

Das Camp war sehr schön und auch sehr anstrengend. Ich würde sehr gerne nächstes Jahr wieder das
Erlebnis haben.

Liebe Grüße

Melina Bianca Georgi

 

Sommerhundekjørerskolen – viele Buchstaben, viele Erlebnisse

Als jugendlicher Sportler und Hundeliebhaber kommt man sich vor wie im Traum, wenn man von dem Sommercamp erfährt: Eine Woche lang in Norwegen, mit 40 Gleichaltrigen, zahlreichen Trainingsstunden mit erfahrenen und erfolgreichen Sportlern und immer in Begleitung unserer vierbeinigen Freunde.
Schade, dass sich trotzdem nur vier aus Deutschland anmeldeten und solch einmalige Begegnungen
erleben durften. Zumal drei von ihnen nicht das erste Mal dabei sind:
Tobias 17, genießt seit Jahren die Ruhe beim Lauftraining in seinem 4000 Einwohner-Dorf Nähe Wolfsburg und legt so die Basis, um an sämtlichen Rennen, natürlich auch international, allen Mitstreitern beim
Canicross davonzulaufen.
Moritz 18, nicht weit vom geographisch wohl krassesten Gegenpol zum Dorfleben entfernt, passt sich an den Trubel in Köln an und sucht den Adrenalinkick, wenn er auf dem Bike auch den Erwachsenen die Podiumsplätze wegnimmt.
Jan 18, hat das Gefühl, er sei der einzige Zughundesportler in Karlsruhe. Als würde das nicht schon reichen, um die Blicke der Jogger auf sich zu ziehen, macht er den ganzen Spaß auch noch mit einem Pudel.
Dieses Jahr zum ersten Mal mit dabei: Melina 14, wohl die neue Youngster-Sportlerin schlechthin, nutzt ihr geringes Gewicht aus, um beim Canicross mehr Zeit in der Luft als auf dem Boden zu verbringen.
Lustig wird es schon am Flughafen in Oslo, wenn man auf den Flieger der finnischen Teilnehmerinnen
wartet und den Football ausversehen hinter den Ticketschalter wirft. So erfährt man, dass der Sohn der Dame, die soeben bei dem wohl ungefährlichsten Job überhaupt beinahe erschlagen worden wäre, seit vielen Jahren in Oslo Football spielt.
Selbstverständlich kam es nie dazu. Die Wartezeit am Flughafen verbrachten wir nämlich in einem
Stuhlkreis, indem wir uns gegenseitig spannende Geschichten vorlasen.
Von Oslo fährt man noch etwa 200 km weiter nördlich, um schließlich am Fuße des Skeikampen
anzukommen. Im Zug gab es kaum Platz, im Auto lief nonstop Eminem; was schlimmer ist,
bleibt Geschmackssache.
Am Skeikampen befindet sich aufgrund der idealen Skiurlaub-Bedingungen im Winter eine Ferienanlage mit vielen kleinen Hütten. In warmen Monaten wird es zum perfekten Ort für ein Sommercamp.

Eigentlich ist der Ablauf und das Programm der Sommerhundekjørerskolen jedes Jahr gleich:
Wetterabhängig bekommt man jeden morgen vor oder nach dem Frühstück einen Eindruck in ein
Training, wie es eben die erfolgreichen Sportler machen. Man wechselt dann jeden Tag zwischen Canicross, Bikejöring, Scooter und Gespann. Meistens gibt es auch einen Wandertag, an dem man über die
norwegische Landschaft staunen kann, die sich doch erheblich zur mitteleuropäischen unterscheidet. Neben dem praktischen Training kann man in kurzen Vorträgen oder Workshops einen Eindruck in die
verschiedenen Trainings-Philosophien der Trainer oder Tipps in erster Hilfe oder Verletzungs-Vorbeugung bekommen. Programm-Höhepunkte sind aber immer kleine Team-Wettkämpfe, bei denen man Rätsel lösen, Paletten durch Flüsse tragen oder M&Ms mit Strohhalmen transportieren muss.
Auch Schlamm-Fußball oder die Night-Games gehören zu den außergewöhnlichen Programmpunkten, die man bei einem Sommercamp erstmal nicht erwartet.
So viel Spaß diese Aktionen auch machen, können sie nicht der einzige Grund sein, jedes Jahr erneut
teilzunehmen. Vielmehr sind es wohl die Begegnungen, die sich schnell zu Bekanntschaften bis hin zu Freundschaften entwickeln und diese Woche so besonders machen.

von Jan Vorwald

 

 

By |2019-08-12T12:38:43+00:00August 12th, 2019|Aktuell, Mitglieder informieren, VDSV News|Kommentare deaktiviert für Berichte vom Jugendtrainingslager 2019 in Norwegen