Bericht zu den Polar Distance 2020 World Championships

Polar Distance 2020

World Championship long distance, so sollte es sein.
Zuerst einmal die Fakten:

In der 300 B8 erster Platz Hendrik Stachau. 5 Teilnehmer starteten, drei gaben auf.
Gemeldet 300 C8 Rainer Galm und Siegbert Zertani. Es wurde verkürzt auf 160 km, dann wurde die Strecke erneut verändert, nun auf 179,4 km. Rainer Galm wurde Zweiter. Siegbert Zertani ging nicht an den Start. In der Klasse gab es 16 Starter wovon zwei gescratcht haben und 2 das Ziel nicht rechtzeitig erreichten.
300 C12 gemeldet Angela Wiatowski. In diesem Startfeld gab es 9 Starter. 1 Starter musste aufheben. Angela Wiatowski kam mit 6 min Abstand zum 5 platzierten als 6 te ins Ziel. Durch die WSA Regelung wurde der 5. Teilnehmer gestrichen und Angela Wiatowski war somit auf Platz 5 von 8 Startern.
Aufgrund der Änderung, dass nun die 160 km (180) als World Championship anerkannt wird haben wir natürlich auch einen Blick auf die Pulka 160 km mit Sibirien Husky. Dort ging für Deutschland Jürgen Marzowski an den Start, der leider aufgeben musste. Insgesamt gab es in dieser Klasse 7 Starter, hier haben 4 Starter aufgegeben, 3 sind durch das Ziel gekommen.

Nun etwas zu den Hintergründen:

Die Klasse 300 B8 wurde bereits am Dienstag auf die Strecke geschickt, genauso wie die Pulka Fahrer in der Klasse 300. Zu erwähnen ist, dass es hier wochenlang nicht geschneit hatte oder sehr wenig und der Schneefall erst am Samstag eingesetzt hat. Dann allerdings so heftig, wie man es nicht erwartet hatte. Eine etwas außergewöhnliche Wetterlage. Der See in Särna war eine Woche davor blankes Eis. Man versuchte natürlich immer wieder das Schneemobil rauszuschicken, aber der Schneefall war so stark, dass selbst die Schneemobile nicht mehr durch kamen. So kam es, dass bereits hinter dem See die ersten Teams der Pulka Klasse aufgaben. Letztendlich mussten alle aufgeben und sogar vom Berg herunter geholt werden. Eine Gefahr für die Pulka Fahrer bestand allerdings zu keiner Zeit, da im Pflichtgepäck die komplette Ausrüstung für eine Übernachtung in den Gebirgen enthalten ist.

In der Klasse 300 B8 lieferten sich Hendrik und Kristin von Anfang an ein spannendes Duell. So startete Kristin nur nach einer vierstündigen Pause aus dem ersten Checkpoint raus, blieb allerdings aufgrund der Wetterlage hängen und Hendrik holte auf. Aus dem zweiten Checkpoint startete nun Hendrik zuerst raus und stand in Morvallen vor einer meterhohen Schneewand. Hier wurde er wieder von Kristin eingeholt. Beide hingen dort fest, bis ein Weiterfahren möglich gemacht wurde. Henrik erreichte letztendlich als erster nach 54:07: 38 Stunden das Ziel. Kristin nach 54:54:09 (inclusive der Checkpointpausenzeit von 10 Stunden)
Sicherlich ist es so, dass beide diese Gegend hier sehr gut kennen,  weil sie von hier kommen.  Trotzdem muss man erwähnen, dass die Wetterverhältnisse nicht die angenehmsten waren und die Hunde sich durch Tiefschnee durcharbeiten mussten und es somit eine beachtliche Leistung der Hunde war.
Während alle auf dem Platz auf ihren Start warteten und natürlich mit den Betroffenen mitgefiebert haben , wurde der Start für die restlichen Teams in der Klasse 300 Kilometer nach und nach nach hinten verschoben und letztendlich musste gekürzt werden, weil es ansonsten zeitlich nicht mehr durchführbar war. So gingen alle Starts am Donnerstagmorgen raus. Die Trail Bedingungen waren besser , so erwartete die Teams nur ein weicher Trail mit viel Schnee. Dazu muss man sagen, dass man davor die Wochen relativ harte Trails hatte und die Hunde nun wie auf Sand liefen. Doch bereits am Donnerstag Abend zog das Wetter an, die Trails wurden fester. Auch kam kein Neuschnee mehr.
So konnten alle gut finischen. Bei den Teams C12 verlief alles so wie man erwarten konnte, bei der C8 hatte  Rainer Galm leider ein Problem mit seiner Stirnlampe was ihn kurz vor dem Ziel leider auf den zweiten Platz zurückwarf.

Mit freundlichen Grüßen,
Angela Wiatowski

By |2020-03-11T15:22:49+00:00März 11th, 2020|Allgemein, On Snow, Rennberichte, VDSV News|Kommentare deaktiviert für Bericht zu den Polar Distance 2020 World Championships