Schlittenhundesport2018-04-23T20:13:22+00:00

Schlitten

Je nach Anzahl der Hunde – reinrassige oder nicht reinrassige – gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Betätigung in verschiedenen Klassen. Beim Schlitten werden die Hunde in der Regel paarweise eingespannt, wobei in der Spitze (Lead) entweder ein oder zwei Hunde sind. So gibt es zum Beispiel Gespanne mit 2, 3 bis 4, 5 bis 6 und 7 bis 8 Hunden. Alles über 8 Hunde gilt als „offen“.

Es gibt Sprint- und Distance-Rennen, wobei die Rennordnungen der Weltverbände IFSS, WSA, ISDRA sowie der Kontinentalverband ESDRA legen die Grundlagen für die Klasseneinteilungen und die Regeln bei Wettkämpfen fest.

Das Sprint-Rennen

In Europa ist das Sprint-Rennen mit einer Streckenlängen von ca. 10 bis 20 Kilometern die häufigste Art der Schlittenhunderennen. Bei den Sprint-Rennen werden beim Schlitten folgende Kategorien gewertet:

  • D (2 Hunde) (international nach IFSS keine anerkannte Klasse, in Deutschland als Einsteigerklasse gedacht
  • SP4 (C) (3 – 4 Hunde)
  • SP 6 (B) (5 – 6 Hunde)
  • SP 8 (A) (7 – 8 Hunde)
  • SPU (Offen) (ab 9 Hunde)

Es gibt entsprechend der deutschen Devise „Gemeinsam starten-getrennt werten“  separate Wertungen in allen Klassen soweit mindestens 5 Starter pro Kategorie und Rasse am ersten Renntag gestartet sind, welche in mit folgenden Kennziffern unterschieden werden:

  • 1 (Siberian Husky)
  • 2 (Samojede, Grönlandhund und Alaskan Malamute)
  • 3 (Sonstige Hunde)

International wird zunächst nach IFSS nicht nach Rasse unterschieden, es kann aber eine getrennte Reinrassigenwertung geben, die ebenfalls erst ab 5 Startern zum Tragen kommt. Hier werden die reinrassigen Schlittenhunde als pure-breed bezeichnet. Rennen der WSA sind lediglich offen für pure-breed Teams.

Distance-Rennen

Die Distance-Rennen sind Rennen über mehrere Tage mit einer erheblich längeren Strecke. Pro Tag stehen mindestens 40 bis 45 Kilometer auf dem Plan, wobei jedes Team eine zusätzliche Notausrüstung (z.B. Erste-Hilfe-Set für Mensch und Hund, Ersatzleinen, Wasser, Hundesnacks, warme Bekleidung, eine Notfalldecke und weitere vorgeschriebene Utensilien) mitzuführen hat. Diese wird vor dem Start und teilweise auch während des Wettkampfs kontrolliert. Es gelten die jeweiligen Rennordnungen und Modifikationen der bereits bei Sprintrennen angegebenen Weltverbände.

Wer schon einmal ein Rennen oder eine Tour bei eisigen Temperaturen, Schnee und widrigen Bedingungen absolviert hat, wird seinen Hunden auf Grund ihres Wesens und ihrer vollbrachten Leistung respekt-, würde- und liebevoll begegnen.